Vor der grossen Abschlussveranstaltung der Startwoche hatte das Doku-Team Digital die Chance zwei Jurymitglieder persönlich zu interviewen. Es geht um Social Media, ihren Beruf, und natürlich um die Altersvorsorge 2020, denn dies war das Thema der grossen Fallstudie, zu welcher alle Neueintretenden gruppenweise Präsentationen vorbereitet hatten.

Daniela Keller – Vimentis

Doku-Team: Wie wichtig schätzen Sie Social Media ein? Und wie oft nutzen Sie es persönlich?

Keller: Ich nutze natürlich Facebook täglich, da war ich ja praktisch seit den Anfängen in der Schweiz dabei, sonst auch noch Instagram. Snapchat jedoch ging gerade an mir vorbei, das kam kurz nach „meiner Zeit“, also nutze ich das eher weniger.

Doku-Team: Wie verschaffen Sie sich Aufmerksamkeit für ihren Blog?

Keller: Bei Vimentis haben wir den grössten Kanal auf Facebook. Momentan sind wir damit beschäftigt, Snapchat zu fördern, vor allem auch für jüngere Leute. Wir sind auch dran, dass wir nicht nur mit Texten, sondern auch mit Videos arbeiten, aber die Hauptquelle ist immer noch Facebook.

Doku-Team: Sind Sie zufrieden mit dem Engagement junger Leute bei politischen Themen?

Keller: Es heisst immer, sie seien nicht engagiert, aber wir haben herausgefunden, dass sie sehr wohl engagiert sind. Sie interessieren sich für Politik.

Doku-Team: In welchen Kreisen?

Keller: Quer durch, durch die ganze Bevölkerung, egal welcher Bildungsstand, alle. Das Problem ist tatsächlich, dass man 18 wird, keine politische Bildung hatte – ausser man hatte einen Geschichtslehrer, der sich darum kümmerte – und dann soll man direkt abstimmen. Eventuell kriegt man was von seinen Eltern mit, man interessiert sich, aber eigentlich hat man keine Ahnung davon. Das ist das grosse Problem.

Doku-Team: Das heisst Sie wären für mehr politische Bildung in der Schule?

Keller: Ja, wir arbeiten daran eine e-Learning-Plattform aufzubauen, welches wir den Schulen dann anbieten können. Dies könnte man beispielsweise im Geschichtsunterricht nutzen.

Doku-Team: Ihrer Meinung nach, was ist das beste Pro-Argument, was das beste Contra-Argument zur Altersvorsorge 2020?

Keller: Pro – Es ist notwendig. Ich glaube das ist das beste Befürworterargument. Irgendwann muss einfach etwas gemacht werden.

Contra – Es ist ein Kompromiss, es gibt viel Gutes, viel Schlechtes, und ich selbst habe mich noch nicht entschieden.

 

Markus Gemperle – Helvetia

Doku-Team: Benutzen Sie selbst auch Social Media? Wenn ja, eher im privaten und/oder beruflichen Bereich?

Gemperle: Ja tue ich, vor allem im beruflichen Bereich. Da die Umstände eine klare Trennung aber nicht immer zulassen, fliesst es auch manchmal in den privaten Bereich über, weil der Fokus vieler Interaktionen im beruflichen Bereich ist. Daher ist der Privatgebrauch eher kontrolliert, inhaltlich vor allem. Man muss darauf achten, was man postet.

Doku-Team: Was ist die wichtigste Charaktereigenschaft, die man als CEO mitbringen muss?

Gemperle: Neugierig sein, Sachen bewegen, und diese auch fertigmachen.

Doku-Team: Ihrer Meinung nach, was ist das beste Pro-Argument, was das beste Contra-Argument zur Altersvorsorge 2020?

Gemperle: Pro – Ich bin überzeugt, dass man etwas machen muss. Die Zeit rennt und es ist klar, dass die Basis heute so nicht nachhaltig ist.

Contra- Die Lösung ist auch keine nachhaltige und hat sicher am einen oder anderen Ort ein paar Punkte, die uns allen ein wenig wehtun.

Doku-Team: Was möchten Sie den Assessies mit auf den Weg geben für ihr Studium an der HSG?

Gemperle: Im Team geht es besser und Spass haben.

 

Die Abschlussveranstaltung war ein voller Erfolg, die Präsentationen unterhaltsam und allgemein war es ein gelungener Vormittag. Bleiben wir gespannt, wie es bei der Abstimmung zur Altersvorsorge 2020 herauskommt!

 

 

Bild: acrevis.ch