Durchblick im Akronym-Dschungel

Bei schnellen Schritten streifen hektische Blicke den Korridor, heisser Kaffee duftet in den Räumen, vereinzelt finden sich Menschen in Mammut-Westen und einem Zahlenschild. Alle Zeichen sprechen eine klare Sprache: Die Freshers-Week ist da!

Damit herzlich willkommen an der Universität St. Gallen, deinem neuen Zuhause mit vielen einzigartigen Eindrücken und Erlebnissen. Während dir deine Tutoren (sowie das Dokuteam hier auf startwoche.ch!) in den folgenden Tagen noch einige Tipps und Tricks erzählen werden, wie du am besten durch das Studium kommst, geben wir dir hier eine kleine Übersicht über die wichtigsten Abkürzungen, die dich in den folgenden Tagen und Wochen begleiten werden.

SGMM
Das SGMM – in voller Form als «Das St. Galler Management-Modell» bekannt – ist zweifelsohne das, was man als HSG Bibel bezeichnen könnte. Das SGMM ist ein berüchtigtes Modell zum Einordnen und Strukturieren von (Management-)Prozessen. Es gehört zu dem Kursteil BWL und ist daher Pflichtprogramm für alle Assessment-Studierende. Besonders auffällig ist die eigene Sprache, die dieses Buch mit sich bringt. Dennoch gilt es an dieser Stelle, keine Panik zu haben. Den hinter den ganzen Mythen steckt letztendlich ein lernbares Konzept, wie man besser in dem wird, was Manager tun (oder eben nicht tun 😉).

Tipps vom Profi: Keine Angst haben. Stattdessen regelmässig mitlesen und die gelesenen Abschnitte einzeln zusammenfassen und auf eine echte Situation anwenden. Dadurch kannst du überprüfen, ob du es wirklich verstanden hast.


EWS
Das Fach EWS wird euch gleich zu Beginn in eine ganz neue Welt Führen. Die Einführung in das wissenschaftliche Schreiben (EWS) zeigt euch, auf was man achten muss, wenn man eine wissenschaftliche Arbeit auf Uni-Niveau verfassen will. Zum Abschluss gibt es selbstverständlich gleich noch eine eigene Arbeit zum Schreiben.

Tipps vom Profi: Das offizielle Buch dazu («Metzger») lesen und bei der Arbeit strikt auf alle Formalitäten achten. Dann wird sicher nichts schief gehen!

WHA
Die WHa ist der grosse Bruder (bzw. die grosse Schwester) der EWS-Arbeit. Dabei werdet ihr in einer der drei Kernfächer (BWL, VWL, Recht) eine Wissenschaftliche Arbeit verfassen müssen. Hierbei werdet ihr allerdings keine grossen Einführungen mehr erhalten. Vielmehr geht es darum, das gelernte Wissen aus der EWS praktisch anzuwenden.

Tipps vom Profi: Ein guter Zeitplan ist alles! Teile dir die Arbeit in realistische Stücke und Teilziele ein und beginne genug früh, um Stress zu vermeiden und deinen zweiten Break (April 2020) auch geniessen zu können.

IP
Das Integrations-Projekt (IP) besteht aus einer schriftlichen Gruppenarbeit und einer Präsentation. Dabei werden die Fertigkeiten aus den vorherigen Kursen (EWS sowie BWL / VWL / Recht) miteinander verknüpft. Das Ziel ist es, eine grosse Aufgabe als Gruppe zu meistern.

Tipps: Sucht euch eine gute Gruppe, die aus Mitgliedern mit ähnlichen Interessen und Vorstellungen besteht. Macht zudem klare Regeln zum Verhalten und zur Arbeitsteilung aus, um spätere Streitigkeiten zu verhindern.

FiBu
Die Finanzbuchhaltung (FiBu) ist ein besonderes Fach. Drei Mal im Jahr habt ihr die Chance, diese Prüfung abzulegen. Dabei gibt sie zwar keine Credits («ETCS), ist dennoch Pflicht zum bestehen des Assessment-Jahres. Schaut also, dass es mindestens für eine 4.0 reicht.

Tipps vom Profi: Meldet euch bereits für die erste Prüfung an, um zu sehen, wie die schriftlichen Prüfungsleistungen an der HSG ablaufen. Selbst wenn ihr nicht für diese Prüfung lernt, hilft euch dieser Probelauf, euch auf die folgenden Prüfungen vorzubereiten (Die erste FiBu Prüfung ist immer einige Tage vor der ersten Assessment-Prüfung). Beim zweiten oder dritten Versuch könnt ihr euch vorbereiten, um die Mindestanforderung (4.0) zu erreichen.

BuSta
Das Fach Bundesstaatsrecht ist die Fortsetzung des Privat- und Gesellschaftrechts im ersten Semester. Es zeichnet sich durch erhöhte Komplexität sowie deutlich höherem Zeitdruck während der Prüfung aus. Aufgrund des grossen Prüfungsumfanges ist es also von elementarer Bedeutung, alle Inhalte gut zu können und so schnell wie möglich niederzuschreiben. Denkt daran: Nur niedergeschriebene Inhalte können auch Punkte geben.

Reko
Reko ist ein Sammelbegriff für die Fächer im Kontextstudium, aus welchen man jeweils eines im Semester wählen muss. Dabei gibt es zwei Gruppen (Geschichte / Philosophie und Soziologie / Psychologie). Aus beiden Gruppen muss je ein Fach bis Ende Assessment abgelegt werden, wobei im ersten Semester die Leistung schriftlich und im zweiten Semester mündlich geprüft wird.

Das wars bereits mit der Einführung in die wichtigsten Abkürzungen des Assessments. Schaut hier regelmässig vorbei, um keine Tipps zu verpassen und immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

Cheers!

Euer Dokuteam

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